Vielfalt in der Friedensstadt – Demokratischer Spaziergang durch die Maximilianstraße am 2. April

Für den kommenden Samstag, 2. April 2011, hat eine kleine, auswärtige Gruppe Rechtsextremer erneut eine Kundgebung in der Augsburger Innenstadt angemeldet. Nachdem der große, langjährige und solidarische Widerstand der Bürgerschaft der propagandistischen Umdeutung jener Augsburger Schicksalsnacht des Februar 1944 durch verblendete Neonazis heuer endgültig einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, sehen wir uns vor eine weitere Provokation gestellt. Besonders infam ist dabei der Titel der Veranstaltung „Fremdarbeiterinvasion stoppen! Arbeit zuerst für Deutsche!“ – Das ist eine unverhüllte Hasskampagne gegen einen großen Teil unserer Bürgerschaft. Mit primitiven Parolen versuchen ewig gestrige Rattenfänger die Spaltung der Stadtgesellschaft.

Manche Augsburgerinnen und Augsburger stehen solchen Kundgebungen mit Unverständnis gegenüber und verlangen ganz einfach ihr Verbot. Dabei darf nicht übersehen werden: Die freie Meinungsäußerung zählt zu den unverzichtbaren Fundamenten unserer demokratischen Grundordnung – das gilt sogar dann, wenn die Feinde der Demokratie dieses Recht in ihrem Sinn ausnutzen und fast unerträglich missbrauchen. Diese Spannung auszuhalten ist der Preis unserer Freiheit. Jener Freiheit, für die uns viele Völker beneiden, für die Hunderttausende Menschen heute weltweit kämpfen.

Demokratie zu leben heißt aber vor allem, Gesicht für unsere Werteordnung zu zeigen. Am Samstag haben alle Bürgerinnen und Bürger dazu Gelegenheit, wenn wir zum Spaziergang durch die Maximilianstraße einladen. Wir wollen damit demonstrieren: Die Straßen Augsburgs sind unsere Straßen, die Straßen der Bürgerschaft in ihrer Vielfalt, die Straßen der Friedensstadt – da gibt es keinen Fußbreit Platz für Extreme.

Ablauf:
10 Uhr Treffen auf dem Rathausplatz
Demokratischer Spaziergang durch die Maximilianstraße bis zum Herkulesbrunnen und zurück zum Rathausplatz

11 Uhr abschließende Kundgebung auf dem Rathausplatz

Dr. Kurt Gribl Oberbürgermeister der Stadt Augsburg
Heinz Paula, MdB Vorsitzender Bündnis für Menschenwürde
Ahmet Akcay Vorsitzender des Integrationsbeirats

Die Piratenpartei ruft auf ihrer Webseite auf dem braunen Pack sich entgegenzstellen.

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Vielfalt in der Friedensstadt 2011 – Planung

Aus der PDF von der Seite für Bündnis für Menschenwürde

Veranstaltungen rund um den 26.02.2011: „Vielfalt in der Friedensstadt“

  • 10. – 26.02 Ausstellung: „Die braune Falle“, Unterer Flez, Rathaus
  • 19.2.-20.3.Ausstellung: „Neofaschismus in Deutschland”, im Evangelischen Forum Annahof (VVN-BdA)

Ab 16.02 Filmmonat im Thalia für Schüler, wöchentlich je ein Film zum Thema:

  • 16.02, 10.30 Uhr „Am Ende kommen Touristen“ (Robert Thalheim)
  • 23.02, 10.30 Uhr „Goodbye Bafana“ (Bille August)
  • 03.03., 10.30 Uhr „Kombat Sechzen“ (Mirko Borscht)
  • 16.03., 10.30 Uhr „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (Marc Rothemund)

ANTI-Nazi-Woche der Jusos:

  • 21.02., 19.30: „Rechtsextremismus unter türkischen Jugendlichen in Deutschland“ mit Daniel Bax („taz“), Seminarraum/Annahof
  • 23.02.: 18.00: Blumen und Gedenkminute am Grab von Bebo Wager (Treffpunkt vor dem Westfriedhof)
  • 18.30: „Widerstand in Augsburg: Clemens Högg & Anni Pröll“ mit Anna Rasehorn und Joseph Pröll, Gemeinschaftsräume EG Mitte, Siegfried-Aufhäuser-Str.5
  • 25.02., 19.00: Gespräch mit einem Aussteiger aus der rechten Szene, Gewerkschaftshaus am Katzenstadl.

25.02, Offizielle Gedenkstunde der Stadt Augsburg, 19.00 Uhr Rathaus

26.02, Vielfalt in der Friedensstadt:

  • ab 10.00 Uhr: Straßenmusikgruppe der Evangelischen Jugend mit Bollerwagen und Flyern, an wechselnden Plätzen in der Fußgängerzone.
  • 11.45 Uhr: Demonstration von VVN und DGB: Jakobsplatz – Brechthaus – Stadttheater – Rathausplatz (Ankunft 13.15 Uhr)
  • 10.30 Uhr: Demonstration SDAJ: Oberhauser Bhf – Stadttheater – Rathausplatz (Ankunft 13.15 Uhr)
  • 12.45 Uhr Treffpunkt Stadttheater: Auftritt RAP FOR PEACE - ab 12.00 Uhr „Gesicht zeigen gegen Rechts“ von Bündnis 90/Die Grünen (Moritzplatz)
  • Zentrale Kundgebung am Rathausplatz: 13.30-14.30 Uhr, (Programm 12.00-16.00 Uhr), dort Infostände von Tür an Tür, Junge Europäer, Evangelische Jugend Augsburg, Bündnis Montagsdemo, Vertreter der Stadtratsfraktionen, Bündnis für Menschenwürde. Moderation: Heinz Stinglwagner, Musik: „Salvation Road“, „Frieder kommt!“, Dokumentation rassistisch und rechtsextremistisch motivierter Ermordungen seit 1990 in Deutschland (VVN), Kinderbetreung durch ASP
  • Königsplatz: Bühne des SJR, 14-17.00 Uhr, mit Reggae, Punkrock und Indie
  • Danach Infostand der Gewerkschaften (Steingasse/Annastr.)
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Vorbereitungstreffen für den 26. Februar

Laut Aussage auf dem letzten Treffen des Bündnisses für Menschenwürde Augsburg-Schwaben e.V. findet demnächst ein weiteres Treffen statt um Vorbereitungen für den 26. Februar 2011 “Vielfalt in der Friedensstadt” zu treffen. Ort und Zeit sind beim Bündnis zu erfragen. (Geheimhaltungsgründe etc.)

Weiterführende Information:

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Piraten positionieren sich gegen braunes Gedankengut

Laut der heute veröffentlichten Pressemitteilung der Piratenpartei Schwaben ist diese dem Bündnis für Menschenwürde Augsburg-Schwaben e.V. beigetreten. Schön, dass wir diese technisch versierte Gruppe auf unserer Seite wissen.

Wir heißen euch willkommen!

Weiterführende Informationen:

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Ska gegen Nazis

Nosliw – Nazis raus! by Rootdown Records

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Berichte

Hier findet ihr einen Kurzbericht der Augsburger Allgemeinen zum heutigen Aufmarsch der Neonazis und zu den Gegenkundgebungen: Augsburger Allgemeine

Wer noch eigene Erfahrungsberichte hat oder Berichte von anderen Medien hat, bitte einfach in die Kommentare reinschreiben. Danke!

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Augsburger Allgemeine: Augsburg: Tausende Menschen pfeifen Rechte aus

Polizeibericht Schwaben: Pressemeldung

Merkur Online: Augsburg zeigt Flagge gegen rechte Demonstranten

BILD: Augsburg zeigt Flagge gegen rechte Demonstranten

inFranken: Augsburg zeigt Flagge gegen Rechts

Persönliche Eindrücke von vinzv: Flickr Bildergalerie

immer weiter immer weiter mehr Berichte einfach in die Kommentare reinschreiben oder über das Kontaktformular

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Die Demoroute der Neonazis steht fest

Die Route der Nazis steht fest:

  • Jakobertor
  • über Pilgerhausstraße, Leonhardsberg und Karlstraße
  • zur Grottenau (mglw. Zwischenkundgebung des Demonstrationszugs)
  • links in die Fuggerstraße
  • rechts in die Holbeinstraße
  • vorbei an der Polizeidirektion (?!)
  • Schlusskundgebung am Prinzregentenplatz

Hier nochmal als Google Maps Routenkarte visualisiert: LINK

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Verwaltungsgericht Augsburg: Neo-Nazi-Aufmarsch darf nicht verboten werden.

Das Verwaltungsgericht in Augsburg hat entschieden, dass die Klage der rechten Szene gegen den Verbotsbescheid des Ordnungsamts rechtens ist. Der Neo-Naziaufmarsch findet somit statt. (AAZ-Artikel)

Somit werden sich die Neo-Faschisten, Neo-Nazis und Geschichtsrevisionisten nahezu wie jedes Jahr am Jakobertor einfinden und von dort aus Richtung Innenstadt marschieren. Ein weiteres mal werden die Opfer der Bombennacht für ihre menschenverachtende Ideologie missbraucht.

Friedlicher Protest in all seinen Formen ist erwünscht. Aus Erfahrungen der letzten Jahre könnten folgende Punkte auf der Route des Neo-Naziaufmarschs sein bzw. die Route sein (aktuelle Infos sind erwünscht – Kontakt):

  • Jakobertor
  • Pilgerhausstraße
  • Karlstraße
  • J.F.-Kennedy Platz
  • Blaue Kappe (Mahnmal)
  • Prinzregentenplatz
  • Königsplatz
  • Bahnhofsstraße
  • Hauptbahnhof

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Wer eine generellen Überblick über die menschenfeindlichen Akteure der rechten Szene erhalten will, ist mit der kritischen Seite NPD-BLOG.INFO bestens bedient.

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Neo-Nazis Platzverweise erteilen

Die Stadt Augsburg ruft alle Augsburger BürgerInnen dazu auf, sich an den Aktionen und den Gegendemonstrationen zu beteiligen.

Um symbolisch den Neo-Nazis den Platzverweis zu erteilen, kann die “Rote Karte”, die sich für diesen Zweck auf dem neuen Flyer zum Aktionstag “Vielfalt in der Friedensstadt” befindet, genutzt werden.

Flyer (PDF): Download

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Drohbriefe der rechten Szene an Unterzeichner des Aufrufs “Dresden Nazifrei”

Im heutigen Artikel des Tagespiegels wird berichtet, dass Neonazis Drohbriefe an die Unterzeichner des Aufrufs “Dresden Nazifrei” geschickt haben. Vorrangig an die Mitglieder und Organisatoren der Berliner Linkspartei.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass im Vorfeld von Neo-Naziaufmärschen immer wieder Drohbriefe an bekannte Aktivisten und Demonstranten geschickt wurden. Mit dem Ergebnis, dass diese Einschüchterungsversuche das Gegenteil bezweckt haben und die Gegendemonstration größer waren als erwartet.

Betroffene aus Berlin werden gebeten “sich an die Mobile Beratung (Info@mbr-berlin.de) oder den Verein Reach Out Berlin (info@reachoutberlin.de) zu wenden, einer Beratungsstelle für Opfer von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. So soll ein umfassenderes Bild der Lage gewonnen werden.” (Quelle: Tagespiegel)

Bislang ist nicht bekannt, ob auch im Bereich Augsburg solche “Post” verschickt wurde. Sollte jedoch dies der Fall sein, so bitten wir Sie/euch mit uns Kontakt aufzunehmen.

Kommentar von henchen:

„…dein Leben interessiert uns brennend…“
In Dresden wollten die [Neofaschisten] ja “nur friedlich” eine Gedenkfeier abhalten. Jetzt wollen sie auch nur von Ihrem Recht auf Meinungsfreiheit per Post gebrauch machen. Mal sehen, wer hier seine schützende Hand über diese Extremisten legt.

So viel zum Thema Gedenken der Opfer …

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